CHRISTOPH SAURER
PRESSE/INFOS

Roman/Triller: Panasbodi
Paperback, 224 Seiten
Erschienen: September 2006
ISBN: 3-8334-5543-8
Copyright © 2006 by Christoph Saurer. Alle Rechte vorbehalten.
Gestaltung: Christoph Saurer, Bangkok
Foto: Christoph Saurer, Bangkok
Technische Umsetzung: Mongkon Klatpetch, Bangkok
 
 

Hindugötter und Dämonen

An der Ecke Ratchadamri Road befindet sich vor dem Grand Hyatt Erawan Hotel umrahmt vom hektischen Verkehrschaos der Erawan-Schrein. Wie eine merkwürdig anmutende Oase inmitten der Einkaufspaläste und Gourmettempel, mit Blumen beladen, steht hier der Schrein im Dunst vieler Räucherstäbchen. Unweit darüber braust der Skytrain auf seinem Viadukt vorbei, Bangkoks moderne Hochbahn. Hier sind die Thais im Gebet versunken, und Tänzerinnen führen gegen eine Gabe einen kurzen Tanz auf, um für den Spender Glück zu erbitten. Gott Brahma mit den vier Gesichtern ist das Ziel vieler Verehrer. Sie opfern Räucherstäbchen, Früchte und Kerzen, behängen die Statue mit Blumenkränzen und erbitten den Segen des Gottes. Ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen, opfert man einen Teakholz-Elefanten, der auch schon mal die Lebensgröße eines Jungtieres aufweisen kann.

Vor kurzem wurde ein Anschlag auf den Schrein verübt, worauf der Zorn des Gottes den Übeltäter erfasste und aufgebrachte Gläubige ihn zu Tode prügelten.

Der Schrein ist einer von vielen anderen in der Stadt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Doch was verbindet die Thais mit den Schreinen in Bangkok? Und was haben die Hindugötter mit der Staatsreligion, dem Buddhismus zu tun? Um solche Fragen geht es im Roman Panasbodi. Der Name des Buches steht für den mythologischen Dämon Panasbodi. Er hat ein Maul wie Garuda, Ohren und Hörner eines Bullen und die Flügel eines Schwanes. Auf alten Steinskulpturen, die man in Nakhon Pathom gefunden hat, reitet oder steht Buddha oft auf dem Panasbodi. Was wollte man in jener Zeit damit zum Ausdruck bringen?